Legacy #103

LEGACY103Im konsequenten Rhythmus von zwei Jahren beweist das Quartett aus Saratov, dass sie hoch hinauswollen und gern als die neuen Soilwork bekannt wären – DRUKNROLL mischen jedoch die Stile von zahlreichen Bands, und so schreddert hier auch immer wieder eine Children Of Bodom-Anlehnung durch die schnellen, keyboardlastigen Songs, die sich allerdings durch ein Element von der Konkurrenz abheben: Die Russen singen in ihrer Muttersprache und klingen auch von der Melodieführung einfach anders als das Übliche, was unsere skandinavisch-verwöhnten Ohren gewöhnt sind. Leicht zugänglich sind sie damit nicht, und speziell die Keyboards haben einen irritierend fiesen Hauch an sich, der von der unbehaglich düsteren Atmosphäre ein Stück an Gojira erinnert, doch immerhin muss man den Russen lassen, dass sie etwas erschaffen haben, das es nicht zwei Mal gibt. Rock’n’Roll sucht man bei DRUKNROLL übrigens vergeblich, aber irgendwo grooven die Herren sich etwas zwischen Melodic Death, progressiven Klängen und gelegentlich sogar Folk-Elementen zusammen. Dies ist der erste der vier bisher veröffentlichten Longplayer, die mit englischsprachigen Songtitel versuchen, dem internationalen Publikum den Zugang zu erleichtern, doch wer sich auf DRUKNROLL einlässt, muss ein offenes Ohr für neue Welten mitbringen, denn 08/15-Sound liefern die Russen definitiv nicht.

9 Punkte
ACS (Legacy #103)

 

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