Legacy #101

legacy1011Der Bandname lässt durchaus auf eine geschmacklose, aber witzige Satire schließen, doch die beiden nach Irland ausgewanderten Polen denken da eher an die Sünden der katholischen Kirche in ihren beiden Heimatländern. Der Opener ,Presentiment Of Evilʻ beginnt mit gehöriger Bombast Black Metal-Schlagsseite, insgesamt machen die Priester aber durchaus eher technischen Death Metal mit Ausflügen ins Grindige und einer mordsgrunztiefen Stimme. Auffällig ist der mächtige Wumms der Drums und die wirklich gelungenen Songpassagen. Die wiederum werden allerdings und immer wieder gestört: Von hölzernen, beinahe ungeschickten Tempo- und Genrewechseln mitten im Song. Das thrashig einsteigende ,Czarne Xiestwoʻ bremst bald runter, mutiert dank Sprechgesang und Blastparts in ein episches Black Metal-Stück, um immer wieder zum Thrash zurückzukehren. Das wird vielleicht interessant, nervt aber eher und klingt plötzlich nach zwei Minuten und 13 Sekunden wie Free Jazz. Brr. Klingt nach „zu viel gewollt“. Geradezu erholsam ist ,Crush, Kill, Destroyʻ, das nicht nur im Duktus an Post Mortem erinnert, sondern einfach fett brettert. Und so geht es weiter: Richtig geile Momente wechseln mit eher bemühten Abschnitten und ein bisschen Durchschnitt. Das Duo muss seine vielen Ein- (und Aus-)flüsse ein bisschen besser strukturieren, ein bisschen mehr Homogenität in die Kompositionen, dann ist ein einfach Kopf mit zwei Ohren auch nicht überfordert. Denn wenn es richtig rummst, wie bei ,The Kingdom Hospitalʻ, oder es spannend aber konkret bleibt, wie beim halb-balladesken Abschluss ,Poganskiʻ, dann haben die Jungs richtig gute Momente.

8 Punkte
BRK (Legacy #101)

 

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