Legacy #101

legacy1011Die polnische Todesfraktion hat auch noch anderes zu bieten als Behemoth und Vader, allerdings hat es schon einen Grund, weshalb manche Bands sich in der Nahrungskette höher spielen konnten als andere. Zugegeben, die vier Herren von MIND AFFLICTION fanden erst vor sechs Jahren zusammen und liefern mit „Into The Void“ demnach auch erst ihr zweites Baby ab, doch so richtig zünden will der Stil der jungen Polen einfach nicht. Stimmlich poppen einige Nergal-Assoziationen in den Schädel, aber bleischweres Gegrunze ist eben noch nicht alles und so poltern und schreddern MIND AFFLICTION sich zwar ihren Weg durch den Death/Black-Dschungel, bringen von ihrer Safari aber keine allzu erinnerungswürdigen Souvenirs mit. Der Fokus scheint hier mehr auf Brutalität zu liegen, dabei kommt das Songwriting jedoch zu kurz und die zweite Gesangsstimme, die gern mal ein Echo zu den Lead Vocals hinlegt, nervt nach einer Weile gewaltig. Gerade als die Truppe sich mit ‘Sundraft’ in unheilvolles Midtempo begibt, kann man die Behemoth-Klonversuche einfach nicht mehr von der Hand weisen. Somit hat die Sache sich großenteils erledigt. Schade eigentlich, denn an manchen Stellen kommt ein hysterisch krankhaftes Kreischen zum Einsatz, das weitaus mehr Potenzial besitzt und der Band die eigenständige Note verleihen könnte, die sie braucht. Denn ohne Kreativität oder Eigeninitiative werden die Polen sich so schnell keine eigene Identität zulegen können und das macht ihre Scheibe zu einem eher langweiligen Silberling, der ohne Highlights vor sich hin plätschert – und zwar gut ballert, mehr aber auch nicht.

7 Punkte
ACS (Legacy #101)

 

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